Die Kostbarkeit der Errettung
Der Petrusruf in stürmischen Zeiten – 1. Petrus 1,8–13
„Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen.“
1. Lieben ohne zu sehen
Das ist das Paradoxon des christlichen Glaubens: Wir sehen Christus nicht – und doch lieben wir ihn. Die Welt glaubt, was sie sieht. Der Christ sieht, was er glaubt.
Glaube ist keine Emotion, sondern Gewissheit. Aus diesem Glauben entsteht Freude – nicht abhängig von Umständen, sondern gegründet in der Errettung.
Die Frage ist persönlich: Liebst du Jesus Christus – auch wenn du ihn nicht siehst? Freust du dich über deine Rettung?
2. Ein Heil, das Propheten erforschten
„Nach dieser Errettung haben die Propheten gesucht und geforscht, die von der euch bestimmten Gnade geweissagt haben. Sie forschten, auf welche oder was für eine Zeit der Geist Christi in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgende Herrlichkeit zuvor bezeugte. Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde, Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.“
Die Propheten sahen das Leiden des Messias und seine Herrlichkeit. Sie sahen die Berggipfel – aber nicht das Tal dazwischen. Dieses Tal ist unsere Zeit.
Die Apostel verkündigten das Evangelium. Und die Engel staunen bis heute über Gottes Rettungsplan.
Wenn Engel staunen – wie viel mehr sollten wir es tun?
3. Umgürtet eure Gesinnung
„Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird bei der Offenbarung Jesu Christi.“
In der Antike band man lange Gewänder hoch, um arbeitsbereit zu sein. Petrus sagt: Ordnet eure Gedanken. Seid geistlich vorbereitet.
Christsein beginnt im Denken. Wenn unsere Gedanken ungeordnet sind, wird unsere Hoffnung schwach.
Nüchternheit bedeutet Klarheit. Nicht berauscht von Angst, Medien, Ideologien oder Vergnügungen. Ein nüchterner Christ bewertet alles durch das Wort Gottes.
4. Die Hoffnung ganz auf Christus setzen
Petrus sagt nicht: teilweise. Er sagt: ganz.
Nicht 50 % Sicherheit und 50 % Christus. Nicht 50 % eigene Kraft und 50 % Gnade. Sondern vollständige Ausrichtung auf die kommende Offenbarung Jesu Christi.
Stürme gehören zum Leben. Leiden und Herrlichkeit gehen im christlichen Leben Hand in Hand.
Freue dich heute über deine Errettung. Ordne deine Gedanken. Richte deine Hoffnung neu auf Christus aus.
Anwendung
- Prüfe: Was prägt mein Denken mehr – Gottes Wort oder der Dauer-Input dieser Welt?
- Investiere bewusst Zeit in das Studium der Schrift.
- Freue dich täglich neu über deine Errettung.
Schluss
Vielleicht sagst du: Ich sehe Christus nicht – und mein Glaube ist schwach geworden.
Dann beginne neu im Wort Gottes. Staune über das Evangelium. Und setze deine Hoffnung ganz auf die Gnade, die kommt.
Denn unsere Freude kommt nicht durch das, was wir sehen – sondern durch den, an den wir glauben.