Jesus kommt wieder
Zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft leben wir mit einem Auftrag
Die Himmelfahrt Jesu war kein endgültiger Abschied. Jesus hat uns einen Auftrag gegeben, uns den Heiligen Geist verheißen und versprochen, wiederzukommen.
Einleitung
In unserem Leben erleben wir immer wieder Abschiede. Manche Abschiede sind leicht.
Man verabschiedet sich nach einem Treffen, nach einem Arbeitstag oder nach einem Besuch bei Freunden und weiß:
Wir sehen uns bald wieder.
Doch es gibt auch andere Abschiede. Abschiede, bei denen man weiß:
Danach wird nichts mehr so sein wie vorher.
Der Abschied aus der Schule. Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
Ein Umzug in eine andere Stadt.
Der Wechsel des Arbeitsplatzes.
Oder die schwersten Momente:
Wenn ein geliebter Mensch krank ist und man spürt, dass ein letzter Abschied bevorsteht.
Auch in der Gemeinde erleben wir solche Übergänge.
Jugendliche werden aufgenommen.
Menschen heiraten.
Neue Lebensabschnitte beginnen.
Man blickt zurück auf gemeinsame Zeit und schaut gleichzeitig nach vorne.
Genau um einen solchen Abschied geht es heute.
Doch die Himmelfahrt Jesu ist kein trauriger Abschied.
Sie ist ein Feiertag voller Hoffnung.
Denn Jesus hat versprochen:
Er wird wiederkommen.
Jesus hat uns einen Auftrag gegeben.
1. Ihr seid Zeugen
„Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses und in den Propheten und Psalmen von mir geschrieben steht.
Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden.
Und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen,
und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem.
Ihr aber seid Zeugen hiervon.“
Jesus erinnert die Jünger daran, was sie in den letzten Jahren erlebt haben.
Sein Leben war kein Zufall.
Sein Leiden, sein Tod und seine Auferstehung waren Gottes Plan.
Durch Jesus erfüllt sich das Alte Testament.
Alles führt zu ihm hin.
Dann öffnet Jesus den Jüngern die Augen.
Plötzlich verstehen sie den Sinn hinter allem.
Und genau das geschieht auch heute noch.
Menschen erkennen plötzlich:
Jesus starb nicht nur allgemein.
Er starb auch für mich.
Durch Jesus ist Vergebung möglich.
Durch Jesus können Menschen Frieden mit Gott bekommen.
Ein Leben ohne Gott.
Rebellion gegen den Schöpfer.
Schuld, die wir selbst nicht beseitigen können.
Doch Jesus nahm unsere Schuld auf sich.
Er starb stellvertretend am Kreuz.
Und durch seine Auferstehung besiegte er den Tod.
Deshalb sagt Jesus:
„Ihr seid Zeugen hiervon.“
Ein Zeuge erzählt von dem, was er selbst erlebt hat.
Und genau das dürfen wir tun.
Wenn Jesus dein Leben verändert hat,
dann darfst du davon erzählen.
In deiner Familie.
Auf der Arbeit.
In deiner Schule.
In deiner Nachbarschaft.
2. Geht hin und macht zu Jüngern
„Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach:
Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“
Jesus gibt seinen Jüngern einen klaren Auftrag:
Das Evangelium soll weitergegeben werden.
Die gute Nachricht ist nicht nur für wenige Menschen gedacht.
Jeder Mensch darf zu Jesus kommen.
Dabei fällt auf:
Einige Jünger zweifelten sogar noch.
Und trotzdem gebraucht Jesus sie.
Das ist tröstlich.
Denn auch wir kennen Zweifel.
Fragen.
Unsicherheit.
Angst vor der Zukunft.
Doch Jesus sagt:
Jesus ist nicht hilflos.
Er ist Herr.
Er regiert.
Und er möchte Menschen durch uns erreichen.
Oft denken wir:
„Ich kann nicht gut reden.“
„Ich kenne mich zu wenig aus.“
„Andere können das besser.“
Doch Zeuge sein bedeutet nicht,
perfekt zu sein.
Es bedeutet,
ehrlich davon zu erzählen,
was Jesus im eigenen Leben getan hat.
Menschen tragen viele Fragen in sich.
Viele suchen Hoffnung.
Viele kämpfen mit Angst, Einsamkeit oder Schuldgefühlen.
Und genau dort darf das Evangelium hineinleuchten.
3. Ihr seid nicht allein
„Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr — so sprach er — von mir vernommen habt;
denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.
… sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde!“
Jesus schickt seine Jünger nicht alleine los.
Er verheißt den Heiligen Geist.
Der Heilige Geist gibt Kraft.
Mut.
Orientierung.
Trost.
Die Jünger sollten warten,
bis Gott handelt.
Auch wir müssen manchmal lernen zu warten.
Nicht immer sofort selbst Lösungen zu suchen.
Sondern Gott zu vertrauen.
Und genau das ist die wunderbare Wahrheit:
Jesus hat uns nicht verlassen.
Durch den Heiligen Geist lebt Gott heute in den Gläubigen.
Jesus kommt wieder
„Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen.“
Das ist unsere Hoffnung.
Jesus wird sichtbar wiederkommen.
In Herrlichkeit.
Mit Macht.
Deshalb feiern wir Himmelfahrt nicht traurig,
sondern voller Hoffnung.
Der Abschied Jesu ist nicht endgültig.
Er kommt wieder.
Anwendung
- Erinnere dich daran, was Jesus in deinem Leben getan hat.
- Habe Mut, Zeuge zu sein.
- Erzähle anderen von der Hoffnung in Jesus.
- Vertraue dem Heiligen Geist.
- Lebe bewusst in der Erwartung der Wiederkunft Jesu.
Schluss
Die Jünger blickten Jesus nach,
als er in den Himmel aufgenommen wurde.
Doch die Engel sagten sinngemäß:
Bleibt nicht einfach stehen.
Ihr habt einen Auftrag.
Genau das gilt auch uns heute.
Wir warten auf Jesus.
Aber wir warten nicht untätig.
Wir dürfen Zeugen sein.
Hoffnungsbringer.
Menschen, die auf Jesus hinweisen.
Deshalb leben wir heute mit Hoffnung.